Juristisch einwandfreies Content-Marketing für einen Heilpraktiker für Hypnose

Content-Marketing ist ein wichtiger Bestandteil der Akquirierung von Neukunden. Dabei wird Content in Form von Blogposts und/oder Social Media Beiträgen verfasst, um dann online veröffentlicht zu werden. Für Heilpraktiker, die sich mit Hypnose beschäftigen, ist Content-Marketing zur Neukundenfindung relevant. Wichtig ist es hierbei sich im juristisch einwandfreiem Rahmen zu bewegen.

Juristisch einwandfreies Content-Marketing

Dass es juristisch schwierig ist, Marketing für einen Heilpraktiker, der Hypnose anbietet, zu betreiben, liegt am Heilmittelwerbegesetz. Laut diesem Gesetz ist es untersagt Werbung zu vermarkten, die halb wahre oder nicht wissenschaftlich belegte Wirkungsaussagen trifft. Es ist auch nicht erlaubt Erfolge zu versprechen, wobei solche Schlüsselwörter im Marketing immer gut ankommen.

Das Hypnoseinstitut ist ein gutes Beispiel dafür, wie man als Heilpraktiker, der Hypnose anbietet, trotz allem Marketing betreiben kann, die sowohl legal ist, als auch gut bei potentiellen neuen Kunden ankommt.

Letztendlich muss bei der Formulierung vor allem darauf geachtet werden, dass keine Versprechen gemacht werden. Das bezieht sich zum Beispiel auf Sätze wie: Hypnose wird ihnen dabei helfen, traumatische Ereignisse aus der Vergangenheit zu verarbeiten. Dieser Satz darf rechtlich nicht verwendet werden, weil er dem Leser etwas verspricht. Stattdessen darf aber gesagt werden: Hypnose kann ihnen dabei helfen, traumatische Ereignisse aus der Vergangenheit zu verarbeiten. Dabei wird nichts versprochen, es wird lediglich eine Möglichkeit ausgesprochen, die eintreten könnte. Verbraucher dürfen durch die Werbeaussagen nicht in die irregeführt werden.

Aber auch diese Aussagen dürfen nur von Personen getroffen werden, die zum Heilpraktiker ausgebildet worden sind.

Wenn sich auf Studien bezogen wird, dann muss immer die Quelle ersichtlich sein, sonst handelt es sich um ein Plagiat, das rechtliche Folgen mit sich ziehen kann. Vor Veröffentlichung sollte man sich auch erkundigen, ob die Quelle mit der Veröffentlichung einverstanden ist, weil man sonst auch in eine rechtliche Falle tappen könnte.

In den Texten sollten also niemals Versprechen gemacht werden. Das kann in die irreführen und rechtliche Folgen für den Verfasser haben. Das HGW wurde aufgestellt, um Bürger zu schützen und jemand, der Hypnose anbietet, möchte Menschen vermutlich auch helfen. Daran orientiert sich auch das Gesetz. Beide haben also dasselbe Ziel. Übrigens gibt es auch Gesetze, die speziell die Jugend schützen.

Wenn man sich einmal klargemacht hat, welche Aussagen erlaubt und welche verboten sind, dann ist das Content-Marketing auch für Heilpraktiker im Hypnosebereich auf jeden Fall machbar. Man sollte immer nur darauf achten, dass sich keine heimlichen Versprechen einschleichen, weil das beim Verfassen von Werbetexten doch teilweise schnell passiert. Außerdem muss man beachten, dass man nur Diagnosen erteilen darf, wenn man dazu durch eine medizinische Ausbildung befugt ist. Ansonsten muss das dem Doktor überlassen werden.

Wie wirbt man also für Hypnose?

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Heilmittelwerbegesetz Bürger und Bürgerinnen schützen möchte, die nicht über das nötige Hintergrundwissen verfügen, um zu entscheiden, ob ein Versprechen eingehalten werden kann. Diese Menschen sollen nicht in die irregeführt werden und deswegen muss beim Content-Marketing für Hypnosetherapien unbedingt auf Versprechen verzichtet werden. Auch weil es keine Quellen gibt, die wissenschaftlich belegen können, dass Hypnose immer einen bestimmten Effekt erzieht. Stattdessen sollte man sich bei den Werbetexten auf Prozesse und Potenziale konzentrieren, die theoretisch durch die Hypnose erreicht werden können.