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Verlagsrecht

Aktuelle Informationen rund um das Verlagsrecht

Vorschuss vom Verlag – und seine Versteuerung

Nicht rückzahlbare Zahlungen, die ein Verlag zum Zweck der Vorfinanzierung erwarteter GEMA-Zahlungen an den Urheber erbringt und die mit den Ausschüttungen der GEMA zu verrechnen sind, sind unabhängig davon, ob sie als vorzeitige Teilerfüllung einer Vergütungspflicht des Verlages anzusehen sind,… Weiterlesen

GVR Tageszeitungen – und das Erfordernis der Repräsentativität

Aus den in § 36 Abs. 2 UrhG geregelten allgemeinen Voraussetzungen für die zur Aufstellung von gemeinsamen Vergütungsregeln zugelassenen Vereinigungen (Repräsentativität, Unabhängigkeit und Ermächtigung) kann sich ein eingeschränkter (räumlicher) Anwendungsbereich der gemeinsamen Vergütungsregel ergeben.

Das Erfordernis der Repräsentativität ist im… Weiterlesen

HipHop-Sampler

Die Verwendung von Samples zur künstlerischen Gestaltung kann einen Eingriff in Urheber- und Leistungsschutzrechte rechtfertigen.

Steht der künstlerischen Entfaltungsfreiheit ein Eingriff in das Tonträgerherstellerrecht gegenüber, der die Verwertungsmöglichkeiten nur geringfügig beschränkt, können die Verwertungsinteressen des Tonträgerherstellers zugunsten der Freiheit der… Weiterlesen

Werkaufführungen ohne allgemeine Marktnachfrage – und die Nettoeinzelverrechnung der GEMA

Die in Abschnitt XIII Buchst. A Ziffer 11 der Ausführungsbestimmungen zum Verteilungsplan der GEMA für das Aufführungs- und Senderecht in der am 23./24.06.2009 beschlossenen Fassung (A-VPA 2010) getroffene Bestimmung zur Nettoeinzelverrechnung für Werkaufführungen, die ohne eine allgemeine Marktnachfrage stattfinden, verstößt… Weiterlesen

Überteuerte Autorenexemplare statt Druckkostenzuschuss

Erstellt ein Verlag aufgrund eines Verlagsvertrags mit einem Autor ein Buch und liefert er zur Abdeckung der Druckkosten dem Autor vertragsgemäß eine bestimmte Anzahl von Erstexemplaren zu einem höheren Preis als dem Ladenpreis, liegt neben der (dem ermäßigten Steuersatz unterliegenden)… Weiterlesen

Langenscheidt-Gelb

Für eine markenmäßige Verwendung einer Farbe spricht deren langjährige und durchgängige Verwendung durch den Marktführer im gesamten Produktsegment (hier: zweisprachige Wörterbücher in Printform). In diesem Fall steht der Annahme einer markenmäßigen Verwendung der Umstand nicht entgegen, dass die Farbe zusammen… Weiterlesen

„Leipziger Neueste Nachrichten“ – und seine NS-Vergangenheit

Die Erben von Mitgesellschaftern eines Unternehmens, das dem nationalsozialistischen System erheblichen Vorschub geleistet hat, haben keinen Anspruch auf Ausgleichsleistungen nach dem Ausgleichsleistungsgesetz. Dem steht hier nicht entgegen, dass ihre Rechtsvorgänger in der Zeit des Nationalsozialismus einer Verfolgungsmaßnahme ausgesetzt waren.

In… Weiterlesen

Die elektronischen Leseplätze in Universitätsbibliothek

Unter welchen Voraussetzungen dürfen an elektronischen Leseplätzen in Bibliotheken elektronische Bücher auch ohne Einwilligung des Rechtsinhabers zugänglich gemacht werden? Mit dieser Frage hatte sich aktuell der Bundesgerichtshof zu befassen:

Anlaß hierfür war die Klage eines Verlages gegen die Technische Universität… Weiterlesen

Der Suhrkamp-Insolvenzplan

Der Bundesgerichtshof hat die Rechtsbeschwerde des Minderheitsgesellschafters gegen die Bestätigung des Insolvenzplans durch das Insolvenzgericht als unzulässig zurückgewiesen.

Die Rechtsbeschwerde des Minderheitsgesellschafters wurde vom Bundesgerichtshofs ungeachtet ihrer Zulassung durch das Beschwerdegericht als unstatthaft betrachtet und deshalb als unzulässig verworfen (… Weiterlesen

Digitalisieren von Büchern in Bibliotheken

Mitgliedstaaten der EU dürfen den Nutzern einer Bibliothek gestatten, Werke ohne Zustimmung der Rechtsinhaber von eigens hierfür eingerichteten Terminals aus auf Papier auszudrucken oder auf einem USB-Stick zu speichern. Den Rechtsinhabern ist hierfür ein angemessener Ausgleich zu zahlen.

So hat… Weiterlesen

Gelbe Wörterbücher

Die gelbe Verpackung und die in Gelb gehaltene Werbung eines Unternehmens, das Sprachlernsoftware vertreibt, verletzt die zugunsten der Langenscheidt-Herausgeberin eingetragene Farbmarke.

Die Klägerin des jetzt vom Bundesgerichtshof entschiedenen Falls ist Inhaberin der kraft Verkehrsdurchsetzung eingetragenen Farbmarke „Gelb“ für zweisprachige Wörterbücher… Weiterlesen

Suhrkamp – Die unnötige Insolvenz

In dem Insolvenzplanverfahren des Suhrkamp-Verlages liegen jetzt die Beschlussgründe des Bundesgerichtshof vor. Und es zeigt sich, dass der Bundesgerichtshof dem Minderheitsgesellschafter weitergehend beigesprungen ist, als es die erste Pressemitteilung des Bundesgerichtshof erwarten ließ:

Macht ein Gesellschafter der Schuldnerin glaubhaft, durch… Weiterlesen

Suhrkamp – Gesellschafterbeschlüsse vor Gericht

Im Streit über die Unternehmenspolitik des Suhrkamp-Verlages ist nun eine Klage als unzulässig abgewiesen worden, da eine in den Gesellschaftsverträgen vereinbarte Schlichtungsklausel, die ein Vertrauensmänner-Verfahren vor Klageerhebung vorsieht, nicht durchgeführt worden ist.

Gleichzeitig mit der Klageabweisung hat das Oberlandesgericht Frankfurt… Weiterlesen

Übersetzerhonorare – und die gesetzlichen Regelungen des Urheberrechts

Das Bundesverfassungsgericht hat zwei Verfassungsbeschwerden gegen Entscheidungen des Bundesgerichtshofs zur Angemessenheit von Übersetzerhonoraren im Verlagswesen zurückgewiesen. Weder die angegriffenen Entscheidungen noch die maßgeblichen Vorschriften des Urheberrechts verstoßen demnach gegen das Grundgesetz. Denn um sozialen oder wirtschaftlichen Ungleichgewichten entgegenzuwirken, darf der… Weiterlesen