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Auswirkungen der Digitalisierung

Wer sein Kapital in diesem Jahr in Medienaktien investiert hat, muss hohe Verluste verkraften.

Die deutschen Medienkonzerne RTL Group, Axel Springer und ProSiebenSat.1 sind im November auf den Tiefstand des Jahres gefallen. Ein steigendes Wachstum durch die Digitalisierung war das Ziel und die Erwartung im Aktienhandel. Investiert wurde besonders dort, wo frühzeitig begonnen worden ist, auf Digitalisierung umzusteigen. Während im vergangenen Jahr 2015 generell ein Kursanstieg bei Medienaktien zu verzeichnen war, blieben sie in 2016 hinter den Erwartungen zurück. Lediglich, wer auf diese fallenden Kurse beim CFD-Handel gesetzt hat, konnte noch zu einem Gewinn gelangen.

In diesem Jahr waren keine Kapitalerträge mit deutschen Medienaktien zu erzielen: Auch wenn die Konzernzahlen eigentlich nicht schlecht ausgesehen haben, ist die Bewertung durch Börsenanalysten eher skeptisch gewesen. Die Kurse waren mehr oder weniger das ganze Jahr auf Talfahrt.

So hat im September z.B. der Vorstand der Cash.Medien.AG aufgrund der Geschäftszahlen und der aktuellen Akquisitionslage für den Rest des Jahres seine Erwartungen herabgesenkt. Während ProSiebenSat.1 mit dem fait accompli-Effekts zu kämpfen hat und vielfach lediglich als Halteposition eingestuft worden ist, wurden Springer und die RTL Group nicht nur mit „hold“ bewertet, sondern z. T. wurde auch das Kursziel heruntergeschraubt. Die Bewertungen sind die Folge eines lediglich geringfügigen Wachstums durch die schleppende Digitalisierung. Aber gerade diese Einstufungen tragen mit zu den fallenden Kursen bei. Die Folge: Anleger verlieren Geld.

Kapitalanlagen in Aktien sollen möglichst hohe Erträge erwirtschaften. Doch in diesem Fall hat der Handel mit Medienaktien zu Kapitalverlusten der Investoren geführt. Die Euphorie und positive Stimmung des letzten Jahres ist bei den Anlegern nicht mehr vorhanden. Jeder, der in Aktien investiert, hat ein Interesse daran, über die laufenden Entwicklungen informiert zu sein. Aktuelle Wirtschaftsdaten, Marktanalysen und auch Mitteilungen des Emittenten beeinflussen die Anleger. Die alte Weisheit, beim Handel mit Aktien Geduld zu haben um auch einen sinkenden Kurs zu überleben, kann ihre Gültigkeit im kommenden Jahr beweisen. Vorrausgesetzt man hat die Medienaktien nicht doch abgestoßen, kann der Wert der Aktien (nach den Prognosen für das Jahr 2017) auch wieder ein Lächeln in das Gesicht der Anleger zaubern.